Papa, Papa…

August 21, 2008

was ist ein Emo?

Gespeichert unter: Jugend — manfredthurm @ 9:07
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Also,

Bellatrix,

ein Emo bezeichnete früher einen Anhänger oder Sänger des Emocore, eine Untergruppe des Hardcore-Punk. Diese Untergruppe beschäftigte sich mehr mit dem Ausdrücken von Gefühlen (EMOtions), vor allem Trauer und Verzweiflung, weshalb die Sänger meist schwarze Kleidung tragen und auch sonst ihr Erscheinungsbild diesen Gefühlen anpassen. Daher tragen meist auch die Männer unter ihnen schwarzes Make-Up.

Seit einigen Jahren hat sich aus dieser Musikrichtung eine Art subkulturelle Jugendbewegung gebildet, sodass nun immer mehr Menschen, vor allem Teenager, sich als Emos bezeichnen und dementsprechend kleiden und aufführen.

Inzwischen wird der Begriff „Emo“ also nicht mehr , wie er eigentlich sollte, vermehrt für die Musikrichtung, sondern für die Anhänger jener Subkultur gebraucht, die aber immer mehr zum Mainstream wird.

Da aus diesem Grund die meisten Menschen Emos durch ihr Äußeres klassifizieren und erkennen beschreibe ich dir ihr typisches Aussehen: Der Durchschnitts-Emo hat schwarzes Haar, bei den Jungen schon lang, bei den Mädchen noch länger. Üblicherweise tragen sie dazu schwarze Kleidung, Umhängetaschen mit unzähligen Buttons, Nietengürtel, zu enge Hosen und Chucks oder Vans. Um ihrem Outfit eine traurigere Note zu verleihen tragen die Mädchen, und auch viele Jungen, dunkles Make-Up , was ihnen, dank ihrer blassen Haut, ein leichenartiges Aussehen verleiht.

Aufgrund dieser, für alle Emos typischen, äußeren Erscheinungsmerkmale erscheint diese Subkultur, die vor allem auf persöhnlichen Individualismus Wert legt, ironischerweise als eine gleichförmige und kompakte Masse, die durch den Erfolg von Tokiohotel und ihre Verbreitung(also die der Emos) im Internet nunmehr zu einer Mainstreambewegung geworden ist. So trifft man in fast allen Fußgängerzonen und in einer bestimmten Art von Clubs auf diese Art von Jugendlichen.

Obwohl man eigentlich in der heutigen Zeit, in der Geld immer wichtiger wird und keiner mehr Zeit für sich hat, Menschen, die sich auf ihre inneren Gefühle besinnen, bewundern. Da sich die meisten Emos aber mehr mit sich selbst (beim im-Spiegel-fotografieren, oder Tagebuch-Schreiben) oder ihresgleichen beschäftigen, kommen nur selten Kontakte zu anderen Menschen zustande, und wenn, dann mit anderen Emos. Daher ist es für die meisten schwierig die für die Teenager typischen Gefühlskapriolen zu überwinden, wodurch die meisten sich ans sich selbst abreagieren und selber verletzen (ritzen) oder in Selbstmitleid versinken. (Daher auch die vielen Emowitze).

Daraus resultiert immer mehr die Verachtung durch andere Teile der Jugendlichen, weshalb sich Emos immer mehr abschotten. Die Versuche Freunde zu finden gestalten sich dadurch etwas seltsam!

Aber wie jedes Phänomen von Jugendbewegungen wird auch diese Kultur bald ihren Höhepunkt erleben und dann wieder zu einer Randgruppe werden.

Und nun Marsch in die Schule, Bellatrix, und wisch dir die schwarze Schminke aus dem Gesicht!

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